DIE AUTOCHTHONE SORTE
Die Hauptsorte, die in diesem
Gebiet angebaut wird ist die Bianchera - Belica, die sich im Laufe der
Jahrhunderte in San Dorligo della Valle – Dolina herausgebildet hat.
Ihr Name stammt wahrscheinlich daher, dass die Frucht ihre Farbe nur
spät und sehr langsam wechselt und dies fast nie vollständig, selbst
bei fortgeschrittener Reifung. Diese Sorte passt sich sehr gut an die
mergelig-sandigen Hänge an, die den Golf von Triest umgeben, sowie an
die kalkigen Böden der karstigen Hochebenen. Die grundlegenden
agronomischen Eigenschaften dieser autochthonen Sorte sind eine hohe
Kälteresistenz, eine gute Wachstumskraft und die späte Reife (ab 15
November). Die Ölproduktion ist sehr hoch und der Ertrag übersteigt
gewöhnlich die 20%. Das Biancheraöl besitzt einige besondere
Eigenschaften, die von großer Wichtigkeit sind: einen hohen Gehalt an
Ölsäure und einen hohen Anteil an Polyphenolen (Antioxydanten), sowie
einen extrem niedrigen Säuregehalt. Der Geruch des Öls ist stark
fruchtig, während der Geschmack eine bitterlich-scharfe Note aufweist.
Eine weitere lokale Sorte ist die Carbona - Èrnica, die nur
vereinzelt im Gebiet aufzufinden ist, vor allem in Muggia, und die noch
darauf wartet genau erforscht und aufgewertet zu werden.
Neben diesen beiden autochthonen Hauptsorten, die gut 60% des
Olivenanbaus decken, gibt es noch das Leccino, Pendolino, Maurino,
Frantoio und das Leccio del Corno: diese sehr bekannten Sorten, die in
ganz Italien vorkommen, sind in die Anbauanlagen eingeführt worden, um
die Reife- und Erntezeiten auszufüllen, um somit die Produktion des
Triester Areals zu steigern.
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